Die richtige Dauer von Mentoring-Programmen

4. Dezember 2023

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Wie lange sollte ein Mentoring-Programm dauern? Die optimale Dauer für Ihr Mentoring.

In einer sich rapide verändernden Welt bieten Mentoring-Programme einen festen Anker für nachhaltige Kompetenzentwicklung und fördern die Bindung verschiedener Generationen an das Unternehmen. Sie ermöglichen wertvolle Einblicke, fördern Führungsfähigkeiten und sind eine Plattform für persönliches sowie berufliches Wachstum. Die Frage nach der idealen Dauer eines Mentoring-Programms ist dabei von zentraler Bedeutung.

Viele HR-Experten sind sich unsicher, wie lang ihr Mentoring-Programm dauern sollte. Ein zu kurzes Programm könnte den Wissenstransfer und die persönliche Entwicklung beeinträchtigen, während ein zu langes Programm an Schwung verliert. In diesem Artikel untersuchen wir, wie die optimale Dauer eines Mentoring-Programms für maximale Effektivität bestimmt werden kann.

Die Rolle der Dauer im Mentoring

Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass die Dauer eines Mentoring-Programms allein seinen Erfolg bestimmt. Tatsächlich ist es die Qualität und Häufigkeit der Treffen, die den Unterschied ausmachen. Kontinuierliche und regelmäßige Interaktionen ermöglichen eine tiefere Verbindung, den Aufbau von Vertrauen und letztlich bessere Lernergebnisse.

Daher spielt die absolute Dauer des Mentoring-Programms eine untergeordnete Rolle. Vielmehr sollte der Zeitraum eines formalen Mentoring-Programms so gewählt sein, dass genug Zeit für den wichtigen Beziehungsaufbau zwischen Mentor und Mentee vorgesehen ist.

12 Termine – Eine bewährte Richtlinie

Die meisten erfolgreichen Mentoring-Programme orientieren sich an etwa 12 Terminen. Die ersten zwei bis drei Termine dienen prinzipiell dem Beziehungsaufbau. In dieser Phase lernen sich die Tandempartner kennen und legen die Zielsetzung für die gemeinsame Mentoring-Reise fest. Je mehr Zeit an dieser Stelle in den Beziehungsaufbau investiert wird, desto größer werden die Lernerfolge. Geht man von wesentlich weniger Terminen als 12 aus – z.B. sechs oder acht – verkürzt dies die anschließende Arbeitsphase entsprechend. Meist ist dieser Zeitraum zu kurz, um sowohl Praxistransfer wie auch Reflexion zu berücksichtigen. Eine Mindestanzahl von 12 Terminen garantiert hingegen genügend Raum für den Aufbau einer soliden Vertrauensbasis zwischen Mentor und Mentee und schafft die Grundlage für eine effektive Zusammenarbeit.

Individuelle Gestaltung der Mentoring-Dauer

Somit wird klar, dass die Dauer des Mentoring-Programms sich nach dem Intervall der Termine richtet. Diese sollte sich an den individuellen Bedürfnissen des Mentees und den Möglichkeiten zum Praxistransfer orientieren. Hier einige Beispiele, die die Bedeutung einer angepassten Dauer verdeutlichen:

  • Durchsetzungsfähigkeit im Team steigern: Wenn ein Mentee an seiner Durchsetzungsfähigkeit im Team arbeiten möchte, könnten die Mentoring-Sitzungen so geplant werden, dass sie vor und nach wichtigen Teammeetings stattfinden. So hat der Mentee die Möglichkeit, die erlernten Strategien direkt im Team anzuwenden und in der folgenden Sitzung das Geschehene zu reflektieren. Hier könnte ein Programm von monatlichen Treffen über ein Jahr sinnvoll sein, je nach Häufigkeit der Teammeetings und dem Fortschritt des Mentees.
  • Zeitmanagement und Selbstorganisation verbessern: Ist das Ziel des Mentees, sein Zeitmanagement und seine Selbstorganisation zu verbessern, können wöchentliche Treffen sehr effektiv sein. Diese regelmäßigen Sitzungen ermöglichen eine kontinuierliche Reflexion und Anpassung der erlernten Methoden. In diesem Fall kann ein kürzeres Programm von etwa drei Monaten bereits deutliche Verbesserungen bewirken, da die Gelegenheiten zur Anwendung der erlernten Fähigkeiten täglich bestehen.

Die Dauer im Kontext verschiedener Programme

In großen Unternehmen ist oft ein 12-monatiges Führungskräfteentwicklungsprogramm mit monatlichen Mentoring-Treffen üblich. Gerade als begleitende Maßnahme ist dies eine erfolgsversprechende Wahl. In kleineren Unternehmen oder bei freiwilligen Programmen kann die Dauer variieren. Sechs Monate sind bei Programmen in diesem Kontext oft erfolgsversprechender, da kürzere Zeiträume zwischen den Terminen die Verbindlichkeit in diesem Fall verbessern und die Gesamtdauer „überschaubarer“ wird.

Fazit: Flexibilität und Individualität bestimmen die Mentoring-Dauer

Für HR-Entwickler ist es wichtig, den Wert eines gut strukturierten Mentoring-Programms zu erkennen. Nicht die Dauer, sondern die Anzahl und Qualität der Termine bestimmen den Erfolg. Die vorgegebene Dauer des Mentoringprogramms muss auf die Zielsetzung des Programms, die Vorkenntnisse der Mentees und die Gesamt-HR-Strategie abgestimmt werden.

Ihr nächster Schritt zum Mentoring-Erfolg

Sie sind nun mit dem Wissen ausgestattet, dass die Flexibilität und Individualität Schlüsselelemente für den Erfolg eines Mentoring-Programms sind. Die Herausforderung liegt nun darin, ein Programm zu entwickeln, das sich nahtlos in die Struktur und Kultur Ihres Unternehmens einfügt und dabei die individuellen Bedürfnisse jedes Teilnehmers berücksichtigt.

Wir bei Christine Schmitt – Mentoring im Unternehmen verstehen diese Herausforderungen und bieten Ihnen eine maßgeschneiderte Lösung an. Unser Konzept-Workshop ist darauf ausgelegt, gemeinsam mit Ihnen ein Mentoring-Programm zu entwickeln, das perfekt zu Ihrem Unternehmen passt. In einem intensiven 1-2-tägigen Workshop erarbeiten wir mit Ihnen ein startbereites Konzept, das sowohl flexibel als auch individuell auf Ihre spezifischen Anforderungen zugeschnitten ist.

Nutzen Sie unsere Expertise im Bereich Mentoring, um ein Programm zu kreieren, das nicht nur den aktuellen Anforderungen entspricht, sondern auch zukünftige Entwicklungen berücksichtigt. Besuchen Sie jetzt unsere Kontaktseite um mehr zu erfahren oder um einen Termin für Ihren individuellen Konzept-Workshop zu vereinbaren. Wir freuen uns darauf, Sie und Ihr Unternehmen auf dem Weg zu einem zukunftsorientierten und erfolgreichen Mentoring zu begleiten.

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